Rotlichverstoß

Ein Rotlichtverstoß ist leicht passiert, wenn man beim Umspringen auf gelb noch schnell Gas gibt. Wir klären auf, welche Strafen drohen und wann Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid Sinn macht.

„Hellrot“ und „Dunkelrot“

Die Strafen für einen Rotlichtverstoß reichen von einer einfachen Bußgeldzahlung bis hin zum Führerscheinentzug – hauptsächlich ist dies abhängig davon, ob und wie andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden. Man spricht von zwei Arten des Rotlichtverstoßes:

  • Bei einem „Einfachen Rotlichtverstoß“ war die Ampel noch keine Sekunde lang rot.
    Hier geht man von Unachtsamkeit aus und es gibt eine Strafe von 90 EUR und einen Punkt.
  • Bei einem „Qualifizierten Rotlichtverstoß“ dauerte die Rotphase schon länger als eine Sekunde an.
    Geahndet wird das mit mind. 200 EUR Strafe, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot.

Strafen im Bußgeldkatalog für das Überfahren einer roten Ampel

 

Verstoß Bußgeld Punkte Fahrverbot

Einfacher Rotlichtverstoß

(< 1 Sekunde Rotlicht)

90 EUR

 

1

 

… mit Gefährdung 200 EUR 2 1 Monat
… mit Sachbeschädigung 240 EUR

2

 

1 Monat

 

Qualifizierter Rotlichtverstoß

(> 1 Sekunde Rotlicht)

200 EUR

 

2

 

1 Monat

 

… mit Gefährdung 320 EUR 2 1 Monat
… mit Sachbeschädigung

360 EUR

 

2

 

1 Monat

 

Ohne Stoppen über Ampel mit grünem Pfeil (rechts) fahren 70 EUR

1

 

… mit Gefährdung 100 EUR 1
…mit Unfall 120 EUR 1
…mit Behinderung von Fußgängern oder Radfahrern

100 EUR

 

1

 

 

Rotlichtverstoß während der Probezeit

Über eine rote Ampel zu fahren ist ein A-Verstoß mit weitreichenden Folgen für Fahranfänger. Die Probezeit wird um 2 Jahre verlängert und es muss an einem kostenpflichtigen Aufbaukurs teilgenommen werden.

    Wann kann ein Einspruch gegen einen Rotlichtverstoß sinnvoll sein?

    Sind Sie sicher, dass Sie unrechtmäßig eines Rotlichtverstoßes beschuldigt wurden, dann können Sie das Messergebnis anzweifeln und innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen. In Einzelfällen kann es z.B. passieren, dass ein Blitzer an einer Ampel oder das zugehörige System nicht korrekt justiert worden sind. Außerdem muss die Gelbphase von einer bestimmten Dauer sein – innerorts sind das mind. 3 Sekunden, außerorts sogar 4 Sekunden. War diese zu kurz eingestellt, kann Ihr Einspruch durchaus erfolgreich sein.

    Lassen Sie sich von einem Fachanwalt beraten – das Erstgespräch ist immer kostenlos!