Widerruf der Lebens- oder Rentenversicherung

Oft sind Versicherungen nicht in der Lage, ihre Renditeprognosen der Lebensversicherungen aufrecht zu erhalten. Manchmal ist auch eine Notlage oder eine spontane Investition der Grund, dass man aus dem Versicherungsvertrag aussteigen möchte. Nicht ratsam ist, die Lebens- oder Rentenversicherung überstürzt zu kündigen – meist ist ein Widerspruch der bessere Weg, da sich ein deutlicher Mehrwert ergibt. Auch wenn schon gekündigt wurde oder der Vertrag bereits abgelaufen ist, kann aber ein Widerspruch durchaus noch erfolgreich sein.


Widerruf statt Kündigung

Bei einer Kündigung bekommt man nur den Rückkaufswert zurück, welcher meist unter der Summe der eingezahlten Beiträge liegt - der Rückabwicklungsanspruch bei einem Widerruf ist in der Regel deutlich höher. Hier dürfen keine Abschluss- oder Verwaltungskosten angerechnet werden und Sie erhalten außerdem Zinsen auf die bereits geleisteten Zahlungen.

 

Wann kann ein Widerspruch erfolgreich sein?

In der Annahme, dass mehr als die Hälfte der Belehrungen hinsichtlich Rücktritts-, Widerrufs- oder Widerspruchsrecht aller Lebens- oder Rentenversicherungsverträge fehlerhaft oder unvollständig sind und somit nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, können viele ab 1991 abgeschlossenen Verträge noch heute erfolgreich widerrufen werden. Lassen Sie Ihre Widerspruchsbelehrung von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen, der aufgrund seiner Erfahrung diese Fehler finden wird!

 

Fehler bei der Widerspruchserklärung

  • Die Widerspruchsbelehrung muss sich vom restlichen Vertragstext abheben und deutlich hervorgehoben sein.
  • In der Widerspruchsbelehrung muss seit August 2001 ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass ein Widerspruch in Textform (nicht Schriftform) erfolgen muss, was so viel heißt, dass auch per Email ordentlich gekündigt werden kann.
  • Versicherungsnehmern wird bei Lebensversicherungen seit Dezember 2004 gesetzlich eine 30-tägige Widerspruchsfrist gewährt. Ist diese Frist  oder der Fristbeginn unklar oder falsch formuliert (z.B. „30 Tage), gilt dies als Fehler.

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SCHLAGZEILEN ZUM THEMA

Widerrufsrecht bei Lebensversicherungen
07.05.2014 - Bundesgerichtshof Karlsruhe (IV ZR 76/11)
29.07.2015 - Bundesgerichtshof Karlsruhe (IV ZR 384/14 und IV ZR 448/14)

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